Was unterscheidet einen Panel PC von einem klassischen Computer?

Der Panel PC ist anders als ein konventioneller PC nicht für private Einsätze zu Hause, sondern für industrielle Verwendung in Fabriken, Betrieben und Werkstätten gedacht. Aus dieser Bestimmung resultieren auch technische Unterschiede zwischen dem konventionellen und dem Panel PC.

Material

Für die Hersteller der Home-PC ist die Minimierung des Gewichtes ein wichtiges Anliegen. Deswegen setzen sie immer häufiger Kunststoffe und leichte Metalle wie Aluminium ein. Bei einem Industrie-PC steht nicht das möglichst geringe Gewicht, sondern die maximale Robustheit im Vordergrund. Aus diesem Grund wird für die Produktion dieser Rechnerart Edelstahl verwendet. Dieser hat zwar eine höhere Dichte, dafür aber kann er deutlich höheren mechanischen Belastungen standhalten. Auch Korrosion kann den Rümpfen aus Edelstahl nichts anhaben, weil der Edelstahl durch das Hinzufügen von legierenden Materialien rostfrei gemacht wurde.

Design und konstruktive Besonderheiten

Einen gewöhnlichen PC kann man klar in drei Teile gliedern: den Prozessor, den Monitor und die Tastatur. Bei einem Industrie-PC bilden diese drei Teile ein unteilbares Ganzes. Nur in Ausnahmefällen und bei den wenigsten Modellen wird die Tastatur als ein separates Teil mitgeliefert. In den meisten Fällen sind Tasten in ein TFT- oder LCD-Touchscreen integriert, sodass der Nutzer die Tastatur nicht verlieren kann. Eine weitere designmäßige Besonderheit betrifft die Unterbringung der Industrie-PCs, die in der Regel in einem Schaltkasten eingeschlossen sind: Sie werden meistens nicht auf einem Tisch untergebracht, sondern in die Wand eingemauert (die Unterputz-Variante). Alternativ kann der Nutzer den Industrie-PC Überputz installieren. Sollte die Flexibilität im Einsatz gefragt sein, so lässt sich der Industrie-PC auch an einem Schwenkarm befestigen.

Was ist noch wichtig zu wissen? Der Prozessor eines Industrie-PCs ist für langjährigen ununterbrochenen Betrieb ausgelegt, während Home-PCs für lange Einsatzzeiten nicht gedacht sind. Ein weiterer Vorteil industrieller PCs besteht darin, dass sie auch gegen Erschütterungen gut geschützt sind. Dafür verwenden die meisten Hersteller Schwingungsdämpfer. Daher funktionieren Industrie-PCs auch in einer vibrierenden Umgebung einwandfrei. Darüber hinaus zeichnen sie sich auch durch einen besseren Schutz gegen Staub und Spritzwasser aus. Der Schutz gegen Wasser ist bei ihnen so gut, dass der Nutzer sie sogar mit Wasser spülen kann, um zum Beispiel Dreck und Staub zu entfernen. Erreicht wird dieser Schutz durch die Versiegelung des Rumpfes von allen Seiten. Daher behalten Industrie-PCs selbst bei jahrelangen Nutzung in aggressiver Umgebung ihre volle Funktionalität und auch ihr edles Aussehen bei. Zwar sind die Anschaffungskosten für einen Industrie-PC höher als bei einem Home-PC, aber aufgrund der geringeren Wartungskosten der Industrie-PCs bei langjähriger Nutzung fallen die Gesamtkosten niedriger aus, als wenn man einen Home-PC für industrielle Zwecke verwenden würde.